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 Das Büro der Direktorin

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Lucien Terrell
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BeitragThema: Das Büro der Direktorin   Mo Feb 14, 2011 7:07 pm

Sobald man in den Raum eintritt wird man von einer freundlichen, hellen Atmosphäre begrüßt. Der Boden ist mit hellem Parkett ausgelegt, die Wände sind weiß gestrichen und hohe Fenster geben dem Zimmer ein freies Wirken. An der linken Wand des Zimmers steht ein riesiger Schreibtisch mit einem Stuhl davor, beides in hellem Holz gehalten. Gegenüber davon sind große Regale, die bis knapp unter die Decke reichen und mit Ordnern und allerlei anderen aktenartigen Dingen befüllt sind. Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop, darunter ist ein kleiner Schrank, für den Papierkram. Neben der Tür ist ein kleines Tischchen mit einem Drucker und einem Faxgerät.

_________________

~just belaying the one's he loves~


Zuletzt von Lucien Terrell am Mo Feb 14, 2011 7:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Danielle Lavie
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Mo Feb 14, 2011 7:21 pm

Danielle blätterte ein letztes Mal in den Unterlagen ihrer diesjährigen Studenten. Es war wirklich erstaunlich, wie viele Studenten sich dieses Jahr an der Universität eingeschrieben hatten!
So viele hatte es in ihrer gesamten Zeit als Professorin an dieser Uni noch nie gegeben. Sehr merkwürdig...
Doch Danielle freute sich. Ein spannendes Jahr lag vor ihr, so viel war sicher.
Mit diesem Gedanken schlug Danielle den Ordner zu und stand auf. Ein letzter Blick in ihrer Tasche-ja, sie hatte all ihre Unterlagen-dann verließ sie das Zimmer. Sorgfältig schloss sie die Tür abnahm ihre Tasche und machte sich auf den Weg zum Vorplatz der Universität.

Tbc: der Vorplatz der Universität
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Danielle Lavie
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Sa Jul 16, 2011 8:18 pm

[Zeitsprung]
Danielle schloss die Tür zu ihrem Büro auf und gähnte. Ohje, der gestrige Abend war wirklich eindeutig zu lang geworden. Und eigentlich hätte sie ja wissen müssen, dass sie schon nach einem Glas Wein Kopfschmerzen bekam... Aber wenn sie da so mit ihrer Schwester beisammensaß, dann vergaß sie solche Kleinigkeiten gern. Jetzt rächte sich das. Danielle presste sich eine Hand gegen die Schläfen in der Hoffnung, dass dies das Pochen in ihrem Kopf lindern würde. Vergeblich. So seufzte sie nur leise und öffnete die oberste Schublade ihres Schreibtisches, wo sie ihre Kopfschmerztabletten aufbewahrte. Nachdem sie eine davon in einem Glas Wasser aufgelöst hatte, trank sie das Glas in einem Zug leer. Bah. Wie ekelhaft das schmeckte. Nächstes Mal werde ich mich hoffentlich daran erinnern
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr - sie hatte noch genug Zeit - setzte sie sich an ihren Schreibtisch und nahm einen Ordner aus ihrer Tasche. Sie schlug ihn auf und suchte nach ihren Unterrichtsvorbereitungen für den heutigen Tag - hier, säuberlich auf 3 DinA4 Seiten, handgeschrieben. Die benötigten Folien und die beiden Beispieltexte gleich dahinter.
Beinahe musste Danielle über sich selber schmunzeln - war sie doch sonst nicht gerade die Ordnung in Person, so war ihr Unterricht doch beinahe immer perfekt vorbereitet und ihre Vorlesungen gut strukturiert. Auf die heutige freute Danielle sich ganz besonders: "Einführung in die Germanistik"
Es war aber gar nicht so sehr das Thema, das sie reizte. Vielmehr freute sie sich darauf, endlich ihre neuen Studenten kennenzulernen. Sicher waren auch in diesem Jahr ein paar nette und kluge Köpfe dabei. Beim Gedanken an die vielen neuen Gesichter spürte Danielle wieder einmal diese kribbelnde Vorfreude, die sie nun schon so gut kannte.
Sie sah gedankenverloren aus dem Fenster. Vielleicht sollte ich mir meine Vorlesungsvorberietungen noch einmal durchlesen, dann meine Mails beantworten, sehen, was sonst noch so anliegt, die Professoren begrüßen und dann mal den Hörsaal ansehen und nachprüfen, ob auch der Overheadprojektor funktioniert...
Danielle strich sich eine Locke aus der Stirn, setzte ihre Lesebrille auf (von der niemand wissen durfte, dass sie eine trug, weil Danielle sich mit Lesebrille so schrecklich alt fühlte) und begann mit dem alltäglichen Papierkram.
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Natalia de Costa
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   So Jul 17, 2011 9:42 am

[Zeitsprung]

Natalia tigerte die Treppen hinauf. Diesen Wenzel konnte sie wirklich nicht leiden, derwar dreist und fühlte sich besonders sanftmütig und gelassen und sah dazu auch noch unverschämt attraktiv aus.
Die Spanierin seufzte und fuhr sich über die nur leicht geschminkten Augen.
Heute trug sie eine Hose mit viel zu vielen Taschen in einem Militärskaki, darüber ein schwarzes Shirt ohne Aufdruck und, damit es nicht zu kalt wurde, eine schwarze Lederjacke darüber.
Verhalten klopfte sie an der Türe und trat dann ein, ohne auf Antwort zu warten.
Apropo Dreistigkeit.
Leise schloss sie die Tür hinter sich. "Senora Lavie. Buanos días." Die Dunkelhaarige sah mit regungsloser Miene zu ihrer Rektorin hinüber, die hinter dem Schreibstisch saß.
"Entschuldigen Sie, dass ich Sie so früh stören muss, doch ich wollte Sie fragen, ob die Hörsääle wie jedes Jahr aufgeteilt sin oder ob es irgendwelche Änderungen gibt. Achja und die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer ist kaputt, einige Lehrer haben sich schon beschwert."
Das hörte sich nach Vorwurf an, war aber in der Tat keiner. Natalia schob die Hände in die Taschen und presste ihre Lippen aufeinander, sodass sie nur noch ein Strich waren.
Zu Professor Lavie sah sie auf, fast schon ehrfürchtig, doch das würde sie nie durchdringen lassen, am allerwenigsten Professor Lavie gegenüber.
Der strenge Zopf, zu dem sie ihre Haare zusammengebunden hatte, ließ kein einziges Haar hinabbaumeln, in ihr Gesicht hängen.
Die dunklen Haaren jedoch flossen sanft ihren Rücken hinab. Doch gab der Zopf ihr etwas strenges, ließ sie etwas älter wirken, als sie eigentlich war.
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Danielle Lavie
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Mo Jul 18, 2011 3:53 pm

Danielle lächelte warm "Guten Morgen, meine liebe Madame de Costa! Ich freue mich, Sie nach so langer Zeit gsund und munter wieder zu sehen. Hatten Sie schöne Ferien?" , sagte sie dann freundlich, fast schon liebevoll. Auf irgendeine Weise mochte sie diese junge Professorin sehr. Sie hatte das Gefühl, dass Madame de Costas arrogante und überhebliche Art eigentlich nur eine Art Fassade war - so nach dem Prinzip "harte Schale - weicher Kern", doch sicher war sich Daneille da nicht. Schließlich war in diesem Hause ja auch Madame de Costa für die Psychologie zuständig, nicht sie selbst.
"Nun, in der Einteilung der Hörsääle haben sich nur geringfügige Änderungen ergeben, allein wegen der Unterrichtszeiten. Sie sind aber meistens in den gleichen Räumen wie im letzten Jahr, soweit ich es im Kopf habe. Aber im Lehrerzimmer hängt eine Liste aus, da können Sie das auch noch einmal nachlesen. Ach, und die Kaffeemaschine sei kaputt, meinten Sie? Nun, darum sollte ich mich besser gleich kümmern, am besten, ich begleite Sie nacher gleich nach unten. Sie gehen doch nachher wieder runter ins Lehrerzimmer?" Danielle lächelte Madame de Costa ein weiteres Mal auf diese besondere Weise an, wie sie meist nur Madame de Costa anlächelte. Die junge Kollegin war nur 5 Jahre älter als ihre Tochter es in 2 Wochen geworden wäre.


Zuletzt von Danielle Lavie am So März 18, 2012 6:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Natalia de Costa
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Mo Sep 12, 2011 9:46 pm

"Ich freue mich auch.", antwortete Natalia mit einer Stimme, die sich anhörte, als wäre es das Gegenteil. Dabei stimmte das gar nicht, Natalia war wirklich froh, dass es Senora Lavie gut ging und sie sich wieder sehen konnten. Auf eine seltsame Weise. Aber sie konnte es nicht ausdrücken.
"Meine Ferien waren..." Natalia suchte nach dem passenden Wort auf französisch, doch sie fand es nicht. Sie fand es nicht einmal auf Spanisch. "Kurz.", schloss sie und schob die Hände in die Hosentaschen. Mit den Lippen zu einem Strich zusammengepresst, beäugte sie ihre Direktorin. Sie hatte vermutlich wenig Ferien gemacht, war im Chaos des Papierkrams erstickt und hatte sich dann ein Buch lesend in ihren Garten gelegt.
"Und Ihre?"
Sie klang immer so kurz angebunden. Fast hätte Natalia gelacht über diesen Gedanken. Als wäre sie jemals nicht kurz angebunden, wenn es nicht darum ging, einen Flirt anzufechten oder etwas über Psychologie an dumme, junge Studenten abzuhalten.
"Dann bin ich ja beruhigt, das heißt ich werde wieder in meinem Standarthörsaal unterrichten.", schloss die Dunkelhaarige daraus und nickte knapp. "Ja, ich werde gehen, Sie können ruhig mitkommen."
Die Stimme der Psychologieprofessorin klang einen Hauch belustigter als zuvor, als sie die Vorfreude von Senora Lavie hörte. Es war fast wie ein Kind, das sich auf ein großes Stück Schokoladenkuchen freut.
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Do Sep 22, 2011 5:49 pm

"Wunderbar, dann muss ich nicht allein gehen, bei unserer ach-so-großen Universität muss man ja immer aufpassen, dass man sich nicht verläuft", antwortete Danielle verschmitzt. und habe noch ein paar Minuten mit meiner lieben Natalia...
In letzter Zeit, gerade jetzt, wo der Geburtstag ihrer Tochter näherrückte, ertappte Danielle sich immer wieder dabei, wie sie ihre junge Kollegin in Gedanken beim Vornamen nannte und ihr Kosenamen gab. Danielle, das darfst du verdammt nochmal nicht! Du weißt es, dann halte dich gefälligst auch dran!, ermahnte Danielle sich selbst scharf. Sie hatte, was ihren Beuf anbelangte, hohe Ansprüche an sich selbst und einer davon war, alle Professoren und Professorinnen gleich zu behandeln und niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen.
Sie musste sich zögernd eingestehen, dass sie bei einen Umgangston, wie ihn Natalia, nein Madame de Costa, wie sie sich schnell verbesserte, mit ihr pflegte, bei David oder einem der anderen Professoren sofort eingeschritten wäre und sich niemals in diesem Ton hätte anreden lassen. Doch in irgendeiner Weise berührte diese Madame de Costa sie...
Danielle wusste selbst nicht, warum sie immer das Gefühl hatte, ihre junge Kollegin in Schutz nehmen zu müssen, vor allem, da sie sich doch offensichtlich bestens selbst wehren konnte.
Ach Talia... ob unter deiner harten Schale vielleicht doch ein weicher Kern steckt?
Danielle biss die Zähne zusammen, verbot sich sämtliche Gedanken über Madame de Costa, nahm sich vor, in Zukunft auch zu ihr strenger zu sein und verbot sich auch sämtliche Gedanken an ihre Tochter.
Danielle, du hattest nie ein Kind, wann hörst du endlich auf, einem Menschen hinterherzutrauern, der nie geboren wurde?
Danielle atmete noch einmal tief durch, um den Kloß in ihrer Kehle zu lösen, seufzte tief und folgte Madame de Costa dann, nachdem sie gewissenhaft das Büro abgeschlossen hatte, die Treppe herunter ins Lehrerzimmer.

Tbc: Lehrerzimmer
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Natalia de Costa
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Do Sep 22, 2011 6:22 pm

Natalia nickte. SIe freute sich? Senora Lavie freute sich? Sie musste wahnsinnig sein! Natalia schüttelte den Kopf, als sie nach Professor Lavie aus dem Raum geisterte. Die Spanierin rieb sich ihren schmerzenden Nacken und ging stolzen Blickes an Danielle Lavie vorbei, sodass sie fast vor ihr auf den Flur trat.
In ihrem Kopf spukte noch der Gedanke an diesen Deutschen und sie schüttelte den Kopf. Estos alemanes!
"Hoffentlich schaffen Sie es, die Kaffemaschine wieder in Funktion zu setzen, sonst laufen Ihnen die Kollegen noch auf die Palme...Sagt man das so? Auf die Palme laufen?"
Jetzt war sie schon so lange in Frankreich und die Landessprache war immer noch ein Problem für sie. Das war ja echt zum Fußnägel aufrollen!
Die Dunkelhaarige runzelte die Stirn und stolzierte mit erhobenem Haupt den Gang endlang. Dieses Jahr würde ein langes Jahr werden, ebenso wie das letzte. Und das davor.
Ständig in Angst zu leben war mühsam und ermüdend. Doch sie war ein stolzer Mensch, sie würde es schon schaffen.
Hoffentlich.
"Ich denke, dieses Jahr wird zäh fließen..." Das sagte sie zu jedem Jahresbeginn, es war fast schon Tradition. Und sie hatte nie Recht und Natalia wusste das.
Ein Lächeln zuckte um ihre Mundwinkel, als sie die Treppe hinabstieg und sich auf den Weg ins Lehrerzimmer machte.

tbc: Lehrerzimmer
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Sa Okt 01, 2011 7:19 am

cf: Das Lehrerzimmer

Danielle atmete schwer, als sie vor der Tür zu ihrem Büro ankam und ihre Hände zitterten leicht, als sie den Schlüssel aus ihrer Hosentasche fingerte, so schnell war sie gerannt. sie brauchte einige Anläufe, um den Schlüssel in das Schloss zu bekommen, doch schließlich gelang es ihr und die Tür glitt mit einem leisen Quietschen auf. Oh nein, noch etwas, was ich eigentlich reparieren müsste! schoss es ihr durch den Kopf. Mit einem sarkastischen Lächeln auf den Lippen murmelte sie sich jedoch gleich darauf selbst die Antwort zu: "Lieber nicht. Wahrscheinlich würde ich die Tür aus den Angeln heben"
Während Danielle die Tür hinter sich abschloss, um ja nicht gestört zu werden, und sich dann mit einem erschöpften Seufzen in ihren großen, weichen Schreibtischstuhl fallen ließ, spukte ihr der ganze Kampf mit der Kaffeemaschine und seine Resultate noch immer im Kopf herum.
Jetzt nicht Um sich abzulenken und wenigstens etwas sinnvolles zu tun, suchte Danielle die Telefonnummer der örtlichen Tageszeitung heraus und wählte sie. Schon bald meldete sich am anderen Ende der Leitung eine freundliche Stimme: "Bonjour, was kann ich für Sie tun?" Danielle schluckte. "Mein Name ist Lavie, Danielle Lavie, und ich möchte eine Stellenanzeige aufgeben. Ich suche einen Hausmeister für meine Universität, die Stelle ist möglichst bald zu besetzen." Nachdem Danielle einige weitere Informationen angegeben hatte und sich verabschiedet hatte, legte sie auf.
Und plötzlich stürzten die Bilder ihres peinlichen Auftritts im Lehrerzimmer wieder auf sie ein: die Gabel, die Plastikverschalung, dieses ekelhafte Knirschen, der lauwarme Kaffeeregen, Madame de Costa und Monsieur Wenzel, die Blicke der anderen Kollegen...
Oh mein Gott Danielle meinte, weder Madame de Costa noch Monsieur Wenzel jemals wieder in die Augen sehen zu können, so peinlich war ihr diese Geschichte. Sie erinnerte sich, wie klein und hilflos sie sich zu Füßen der Kollegen gefühlt hatte, über und über mit Kaffee besudelt.Ausgerechnet vor den beiden
Und auf einmal wurde Danielle alles zu viel. Sie legte ihren Kopf auf den Schreibtisch, verbarg das Gesicht zwischen ihren Armen und begann leise zu schluchzen.
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   So Okt 02, 2011 7:18 pm

cf: Das Lehrerzimmer

Die Tür schlug vor Natalias Nase zu, als sie direkt hinter Danielle in den Korridor geschlittert kam. Ein Geräusch, das unverkennbar ein Schlüsselklappern war, ertönte und die Spanierin trat näher an die Tür. Sie lauschte. Die leisen Geräusche drangen durch die Tür hindurch, sie spitzte ihre Ohren, bemühte sich ihren schweren, viel zu lauten Atem zu ignorieren.
Das leise Schluchzen jedoch war unverkennbar.
Natalia presste die Lippen zusammen und fühlte sich schlecht. Obwohl sie gar nichts getan hatte.
Naja, sie hatte ihre Direktorin auf dem Hintern über den Boden geschleift und sie strafend angeblickt, aber das tat sie doch sonst auch! Also, sie schleifte Professor Lavie natürlich nicht über den Boden, aber das konnte ja wohl kaum der Auslöser dafür sein, dass es ihrer Vorgesetzten jetzt so schlecht ging...oder?
Dann fasste Natalia doch noch einen Entschluss.
Sie räusperte sich leise, hob zögernd die Hand...und klopfte dann doch. Ganz leise und verhalten. "Señora? Señora, lassen Sie mich bitte herein."
Ihre Stimme klang so seltsam sanft. Und irgendwie heiser. Als hätte man diese samtene Stimme lange weggeschlossen gehabt und sie jetzt verrostet und brüchig wieder hervorgeholt und, ohne sie vorher zu pulieren und vorzubereiten, gleich eingesetzt. "Bitte, machen Sie auf. So schlimm ist es wirklich nicht."
Doch, es war schlimm, aber das musste Professor Lavie ja nicht wissen. Und Natalia unterrichtete nicht umsonst Psychologie, nein, sie war ja immerhin auch eine grandiose Schauspielerin und Emotionenversteckerin. Meistens.
"Por favor, señora, me dejó en el interior.", bat Natalia auf Spanisch um Einlass. Dieser sanfte Singsang. Woher sie das nur konnte?

tbc: Der Gang im zweiten Stock


Zuletzt von Natalia de Costa am Mi Okt 05, 2011 8:21 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   Di Okt 04, 2011 2:31 pm

Madame de Costa? Was macht die denn hier? ausgerechnet jetzt... Danielle zögerte. auf der einen Seite klang die Stimme von Madame de Costa so tröstlich, aber auf der anderen Seite wollte sie sich nicht noch einmal an diesem Tag vor ihr bloßstellen. Schlimm genug, dass sie die Kaffeemaschine zerstört, alles und alle mit Kaffee bespritzt hatte und wie ein begossener Pudel Madame de Costa zu Füßen gelegen hatte. Nein, jetzt sollte sie sie auch noch so sehen? Verheult, mit geschwollenen Augen, roter Nase und verwischter Schminke? Sicherlich nicht. Sie war vielleicht nicht so stolz wie Madame de Costa, aber so bloßstellen wollte sie sich nun auch nicht. Danielle wischte sich mit dem Handrücken trotzig die Tränen aus den Augen. Erst jetzt bemerkte, wie sehr sie zitterte - der Kaffee, mit dem ihre gesamte Kleidung durchtränkt war, war inzwischen abgekühlt und Danielle war eiskalt. Außerdem pochte ihre Hand. Verdammt...
Danielle atmete tief durch und versuchte, sich einigermaßen zu fassen, um wieder wie die Direktorin Fr. Professor Lavie zu klingen: "Madame de Costa, entschuldigen Sie bitte, aber das passt jetzt gerade... nicht besonders gut" Es gelang ihr nicht. Danielle ärgerte sich über sich selbst, weil ihre Stimme wie die einer verheulten Dreijährigen klang und prompt liefen ihr neue Tränen über das Gesicht. ach verdammt...
Danielle schniefte und suchte in ihren Hosentaschen nach einem Taschentuch. Sie hasste es. Von Kindheit an war sie so eine Heulsuse gewesen. Wann immer etwas nicht so gelaufen war, wie sie es wollte, waren ihr die Tränen gekommen. Aus Trauer, Wut, Frust, purer Ratlosigkeit... Je kontraproduktiver das Heulen war, desto heftiger.
Und jetzt bist du erwachsen und heulst immer noch bei jeder Lappalie gleich los, schimpfte sie sich selbst.
Danielle beschloss, sich jetzt lieber zusammenzureißen und sich wie ein vernünftiger, erwachsener Mensch zu benehmen. Trotzig schnäuzte sie sich in ein Taschentuch, das sie nun doch endlich in ihrer Handtasche gefunden hatte, und ging zu einem ihrer Wandschränke. Dort hing immer ein zweites Outfit für den Notfall, falls einmal etwas Unvorgesehenes passierte. Wenn sie zum Beispiel auf dem Schulweg in einen Regenguss geriet, ein Auto an ihr vorbeifuhr und sie mit Schneematsch vollspritzte, sie sich Tinte auf die Bluse kleckste... oder wenn ich die Kaffeemaschine zerlege dachte Danielle bitter.
Als Danielle in den Schrank sah, fragte sie sich, was an diesem Tag noch alles schief gehen würde.
Na toll Im Schrank hing, statt wie gewöhnlich einem schwarzen Hosenanzug mit weißer Bluse und Schal, eine gewöhnliche Jeans und ein uralter bordeauxroter Strickpullover, der ihr viel zu groß war und schon an allen Seiten ausgeleiert und ausgefranst war. Und so soll ich heute meinen Erstsemestern unter die Augen treten? Sie ärgerte sich ein weiteres Mal an diesem Tag über sich selbst, als ihr einfiel, wie dieser Pulli hier reinkam. In den Ferien war sie in einen Regenguss geraten, hatte ihre Kleider hier drin getrocknet und ihr Kostüm derweilen angezogen – nur, dass sie dann vergessen hatte, den Pullover wieder mit nach Hause zu nehmen und wieder eine ordentliche Kleidung in den Wandschrank zu hängen. Das kommt alles daher, dass ich so verdammt schusselig bin
Unter einem weiteren Schluchzanfall, gefolgt von einem Schwall heißer Tränen zog Danielle sich langsam aus. Und im Übrigen wirst du alt, Danielle, dachte sie, als sie an sich heruntersah.
Als Danielle schließlich wieder angezogen war, bemerkte sie wenigstens auch die Vorzüge dieses so potthässlichen Pullovers: er war warm und kuschelig, viel gemütlicher als jede Bluse es je hätte sein können. Danielle lächelte Na wenigstens etwas Langsam begann Danielle, sich wieder ein wenig wohler zu fühlen. Das Selbstmitleid verflog und so langsam aber sicher konnte sie wieder halbwegs klar denken. In diesem Augenblick fiel ihr Blick auf ihre Armbanduhr: „Verdammt! Ich muss in einer knappen Viertelstunde meine Vorlesung halten!“, flüsterte Danielle panisch. Schnell schnappte sie sich ihr Schminktäschchen und ihre Haarbürste, eilte zur Tür, sperrte auf und stürzte auf den Gang hinaus.
Tbc: Gang
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Danielle Lavie
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BeitragThema: Re: Das Büro der Direktorin   So März 18, 2012 6:36 pm

Nachdem Danielle in Windeseile in ihr Büro gehetzt war und sich nicht einmal Zeit gelassen hatte, die Tür zu schließen, begann sie, so schnell sie konnte ihre Unterrichtsmaterialien zusammenzusuchen. Wo verdammt nochmal hab ich meine Folien hingelegt? in Panik wühlte sie sich durch den Wust an Blättern auf ihrem Schreibtisch. Dabei stieß sie mit dem Handrücken einen Blätterstapel um, der flatternd zu Boden ging. "Verdammt nochmal, heute muss aber wirklich alles schiefgehen, oder wie", zischte Danielle sich selbst zu. Dann besann sie sich eines Besseren und setzte sich erstmal. Sie schloss die Augen und atmete tief durch. So hektisch, wie du das machst, wird das in deinem Chaos ewig dauern. Also: wo sind die Folien? Danielle dachte zurück. Vorhin hatte ich sie noch... und da waren sie noch im Ordner!
Sofort sprang sie auf und zog ihren Ordner aus dem Papierchaos. Da, gleich ganz vorne. Langsam und sorgfältig verglich sie die markierten Verweise in ihren Unterrichtsnotizen mit den Folien: alles da. "Tja, so schnell kann es gehen, wenn man mal sein Hirn einschaltet, meine liebe Danielle!", sagte Danielle leise lachend zu sich. Dann nahm sie den Ordnern mit den Folien und ihren Notizen unter den Arm, griff nach ihrer Tasche und wollte sich gerade mit einem leichten Kribbeln im Bauch, dass nicht nur ihrer leichten Verspätung geschuldet war, auf den Weg zum Hörsaal Germanistik machen, als ihr Blick plötzlich auf einen Zettel fiel, den sie nur lose mit einem kleinen Stück Tesafilm an die Tür geheftet hatte. Es war der neue Vorlesungsplan. Als ihr Blick die mit gelbem Marker hervorgehobenen Pazellen überflog, die Zeit und Ort ihrer Germanistik-Vorlesungen zeigten, stocke Danielle. Sie griff in ihre Tasche, nahm ihr Brillenetui heraus und setzte ihre Brille auf. Tatsächlich, hatte sie es sich doch gleich gedacht.
"Wie dumm kann ein Mensch eigentlich sein?!", rief Danielle aus und kontrollierte den Plan ein zweites Mal. Sie hatte sich völlig umsonst gestresst - ihre Germanistik-Vorlesung begann erst um 11.00 Uhr. Danielle hatte noch den alten Plan im Kopf gehabt und sich danach gerichtet; jetzt hatte sie noch fast zwei Stunden Zeit.
Noch immer fassungslos über ihre eigene Zerstreutheit setzte sich Fr. Professor Lavie kopfschüttelnd in ihren gemütlichen Schreibtischstuhl, noch unschlüssig, was sie mit ihrer nun gewonnenen Zeit tun sollte.
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